Hochzeit Gedichte – selbstgedichtete Hochzeitsgedichte

Hochzeitsgedicht Großeltern – für Oma und Opa zum Vortragen

November 10th, 2008 by admin

Wenn ein Enkel heiratet, blicken die Großeltern naturgemäß auf ein langes Leben zurück, mit Glück haben sie auch noch ihren Ehepartner an der Seite.
Für die ältere Generation werden an diesem Tag Erinnerungen wach an die eigene Hochzeit, die schwierigen und glücklichen Momente in ihrer Ehe. Und natürlich auch an die eigenen Kinder, die nun selber wieder Kinder haben.
Und die Großeltern spüren an diesem Tag vielleicht besonders deutlich den gesellschaftlichen Wandel, der sich innerhalb der vergangenen Jahrzehnte vollzogen hat.
Dieses Gefühl, das möglicherweise auch ein bisschen Wehmut aufkommen lässt, soll im vorliegenden Gedicht zum Ausdruck kommen.


Vor über 50 Jahren war
Mit Opa ich am Traualtar.
Zu dieser Zeit war’s nicht erlaubt,
Dass man als Paar, das nicht getraut,
Gemeinsam eine Wohnung fand.

Die Jahre gingen dann ins Land,
Und deine Mutter wurde groß.
Ich frag mich oft: „Wo ist denn bloß
Die ganze Zeit geblieben?“

Als deine Mutter sich vermählt,
Hat man nicht sehr darauf gezählt,
Was andre Menschen wohl so denken.
Man wollt nicht groß ein Herz verschenken.
Hauptsache war, dass zwei sich lieben.

Inzwischen du, mein Enkelsohn,
Wirst heiraten, und wenn der Ton
Des Umgangs wieder anders ist –
Eines steht fest und ist gewiss:
Wenn zwei sich mögen und verstehn,
Durch Dick und Dünn gemeinsam gehen,
Und wenn sie ihrer Liebe trauen,
Sie sich letztendlich dann noch bauen
Ein Nest gefüllt mit Harmonie
Dann zählt der Ring am Finger kaum.

Doch wie viel schöner ist es dann,
Wenn Ehefrau und Ehemann
Versprechen: „Ich verlass dich nie!“
So haben Lieb und Treue Raum.

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